Jahr: 2017

Gänsehaut und mächtige Klänge

Gänsehaut und mächtige Klänge

Geistliches Konzert in der Pfarreiengemeinschaft

12.11.2017

Ein gemeinsames Konzert war der Höhepunkt zum Abschluss des ökumenischen Jahresthemas „Gemeinsamer Ursprung – Gemeinsames Ziel“ in der Pfarreiengemeinschaft St. Emmeram – Heilig Geist.

Chöre, Solisten und Organisten gestalteten das Programm unter der Gesamtleitung von Chordirektor Helmut Wolf. Stadtpfarrer Hubert Bartel bezeichnete die Veranstaltung als gelebte Ökumene. Organist Andreas Kurz eröffnete das Programm mit einem beeindruckenden Allegro von Charles-Marie Widor.

Der Chor „Bella Voce“ unter Leitung von Wolf gab einen Querschnitt durch sein breitgefächertes Repertoire durch alle Epochen. „Hebe deine Augen auf“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, der Taize-Gesang „Meine Hoffnung und meine Freude“, bei dem das Publikum den Gesang des Chores aufnahm, das „Ave Verum“ von Mozart oder das Traditional „Burden down Lord“, bei dem Solo-Passagen besonders beeindruckten – die Sänger überzeugten in jeder Musikgattung.

Das Trio „Kreizderquer“, die Violinistinnen Monika Burkhard und Johanna Schmidt sowie Michaela Gaach an der Zither, intonierte ein Menuett von Frantisek Xaver Pokorny und den Alten Rosenheimer Hochzeitsmarsch. Dass die drei Damen nicht nur an den Instrumenten, sondern auch stimmlich hervorragend harmonieren, zeigte sich beim Marienlied „Es blüh’n drei Rosen“.

Den nächsten Konzertblock gestalteten die Sänger der Evangelischen Christusgemeinde. Der Chor „EinKlang“ unter Leitung von Armin Karwath, der auf der Gitarre begleitete, begeisterte mit „Wo Menschen sich vergessen“ und „Wagt euch zu neuen Ufern“, bei dem Soloparts für weitere Highlights sorgten. Auch „Bleib, Engel bleibe“ (Eugen Eckert/Alejandro Veciana) hinterließ nachhaltigen Eindruck bei den Besuchern.

Für Gänsehaut sorgte die junge Solistin Hannah Bräuer mit der gefühlvoll interpretierten Arie „Lascia ch’io pianga“ aus der Oper „Rinaldo“ von Georg Friedrich Händel. Sopranistin Monika Burkhard überzeugte mit „Jesu, meines Glaubens Zier“ und „Kommt Seelen, dieser Tag“. Mächtige Orgeltöne lieferte Lars Amann. Die „Dorische Toccata“ von Bach gab ihm die Gelegenheit, sein Können zu zeigen. „Bella Voce“ meldet sich noch einmal zurück mit John-Rutter-Titeln, begleitet von Lars Amann am E-Piano, und dem „Halleluja“ aus dem Oratorium „Messias“ von Händel.

Christina Kurz verband die Vorträge mit meditativen Gedanken zu den Themen Hoffnung und Gottvertrauen, Frieden und Ökumene. Zu einem beeindruckenden Gesamtchor formierten sich zum Schluss alle Sängerinnen und Sänger beim „Veni sancte spiritus“, einem Gesang aus Taize. Bei „Wer glaubt, ist nie allein“ bezogen sie alle Konzertbesucher mit ein.

Mit begeistertem Applaus dankten die Zuhörer den Aktiven, die sich mit der Zugabe „Bless the Lord, my soul“ revanchierten. Nach Blumengeschenken für Beteiligte verabschiedete sich Helmut Wolf mit seinem schon traditionellen Spruch „Vielen Dank, herzlichen Dank, Gott sei dank“, mit dem er die spürbare Erleichterung nach der Anspannung im Vorfeld ausdrückte. Die Besucher kamen der Bitte um eine Spende nach, mit der das Projekt von Pfarrvikar Edwin Ozioko unterstützt wird.

Harter Granit und die Leichtigkeit des Lichts

Harter Granit und die Leichtigkeit des Lichts

Neues Urnenfeld gesegnet – neue Stele als Mittelpunkt

01.11.2017

Aufgrund der stetig zunehmenden Nachfrage nach Urnenbestattungen  hatte die Kirchenverwaltung St. Emmeram in Windischeschenbach unter Vorsitz von Pfarrer Hubert Bartel und Kirchenpfleger Bertwin Fleck beschlossen, eine entsprechende Anlage in Auftrag zu geben.

Laut Ausschreibung sollten vier gepflasterte Wege in Kreuzform zum Zentrum, einer Stele, führen. Es wurden  vorerst 32 Urnenplätze geplant, kreisförmig um die Stele angeordnet; das Urnenfeld ist bei Bedarf  jederzeit nach außen erweiterbar. Die Stele selbst sollte an das Weiterleben nach dem Tod und die Auferstehung erinnern.

Nun waren Urnenfeld und Kunstwerk vollendet und so war der Friedhofgang an Allerheiligen der geeignete Anlass, das neue Urnenfeld zu segnen. Geistliche, Ministranten, Chor und Bläsergruppe versammelten sich diesmal um das neue Urnenfeld als den örtlichen Mittelpunkt der Andacht.

Stadtpfarrer Hubert Bartel, Pfarrvikar Edwin Ozioko, Ruhestandsgeistlicher Franz Reich und Pastoralreferentin Elisabeth Hammer-Butzkamm zogen nach dem Gebet in der Stadtpfarrkirche St. Emmeram mit den Gläubigen zum Friedhof. Der Stadtpfarrer segnete diesen neuen Teil des Friedhofs und ging im Anschluss daran auch durch alle Gräberreihen, um diese mit Weihwasser zu besprengen.

Das Werk besteht aus Stein, Metall und Glaselementen. An der Gestaltung beteiligt waren der Reuther Künstler Erwin Otto, Kirchenrat Anton Sammet und Steinmetz Georg Neugirg. Die Stele als Mitte der Anlage besteht aus Corten-Stahl und ist in Kreuzform geschweißt. Der Rost an dem Objekt stellt die Vergänglichkeit der Erdenzeit dar, wie Anton Sammet erklärt.

Vier Rundsäulen aus Granit, die nach oben die Form auflösen, sind in das Stahlkreuz eingefügt. Der harte Granit verändert sich und zeigt so eine neue Lebensform an. Die Stahl-Stele endet oben in wellenförmiger Fließform und nimmt nahtlos vier farbig gestufte Fusing-Gläser auf. Bei dieser Technik wird Glas verschiedener Farben und Formen in einem speziellen Brennofen verbunden.

Diese in warmen Farbübergängen gestalteten Glaselemente zeigen in einem Lichtspiel den Übergang des menschlichen Erdenlebens in die Leichtigkeit eines neuen Lichtes. Das Zusammenwirken von Kreuz und Erdenschwere mit dem Geheimnisvollen einer neuen Wirklichkeit im Tod wird von dieser Urnenanlage spürbar symbolisiert, wie die Künstler ausführen.

Die Erdarbeiten des Urnenfeldes wurden von der Firma Holger Schinner unter Regie von Manfred Riebl, im Gremium der Kirchenverwaltung zuständig für den Friedhof, ausgeführt. Alle Granitarbeiten in Zusammenhang mit der Stele lagen in den Händen von Steinmetz Georg Neugirg. Die Glasarbeiten wurden von dem Reuther Künstler Erwin Otte  im eigenen Ofen passgenau geformt und in augenfälligen leuchtenden Farben geschmolzen.

Auf den vier Granit-Pflanzringen um die Stele sind zwei Bronzelaternen und zwei Weihwasserspender aufgebracht. Die harmonisch abgestimmte Bepflanzung der Kreisfläche wurde von der  Firma Peter Hausner ausgeführt; diese übernimmt auch die jährliche Pflege.

Viele Gläubige nahmen nach dem Ende der Feier beim Besuch der Gräber von Verwandten und Bekannten das Urnenfeld in Augenschein, das als optisch sehr ansprechend und gelungen empfunden wurde.

 

Hier noch einmal ein kleiner Rückblick auf die Bauarbeiten …

 

 

„Akutes Sicherheitsrisiko“ durch Bäume

„Akutes Sicherheitsrisiko“ Baum

Spezialisten des Maschinenrings fällen zum Teil entwurzelte Linden am Friedhof

30.10.2017

Spätestens beim Allerheiligenbesuch am Friedhof wird so manchen auffallen, dass etwas Entscheidendes fehlt: Drei Linden an der Mauer zwischen Friedhof und Pfarrgarten mussten aus Sicherheitsgründen weichen.

Beim Sturm, der vor rund sechs Wochen über die Landschaft fegte, hielten zwei Linden aus der Baum-Dreiergruppe nicht mehr Stand, und lehnten sich seitdem an den dritten. Der Wind entwurzelte den mittleren Baum.

„Ein akutes Sicherheitsrisiko, das man umgehend aus der Welt schaffen muss“, wie die Kirchenverwaltung entschied, und eine Einschätzung, die auch die Mitarbeiter des Maschinenrings vor Ort bestätigten.

 

Am Freitag rückten Spezialisten des Maschinenrings an, um die Gefahrenquelle noch vor Allerheiligen aus der Welt zu schaffen. In schwindelnder Höhe startete der Job.

Zuerst sägten die Arbeiter die Ãste vom Wipfel her ab, dann trennten sie den Stamm in Teilen ab. Die Wurzeln der Bäume befanden sich jenseits der Friedhofsmauer im Garten des ehemaligen Kindergartens – dort landete auch der Großteils des Material.

 

Zwar gab es bei den interessierten Passanten keinen Zweifel, dass Profis am Werk waren und der gesicherte Mitarbeiter hoch oben im Baum genau wusste, was er tat. Dennoch verursachte die professionelle Kletterpartie bei dem einen oder anderen Zuschauer ein Kribbeln in der Magengegend.

Kirchenpfleger Bertwin Fleck zeigte sich im Nachhinein sehr erleichtert, dass die Aktion am Freitag noch durchgezogen werden konnte, denn „den aktuellen Sturm am Wochenende hätten die Bäume nicht mehr überstanden“.

Duell am Herd

Duell am Herd

Ministranten kämpfen mit Schneebesen und Kochlöffel

28.10.2017

Das „Kochduell“ läuft seit vielen Jahren – meist am letzten Oktober-Wochenende – im katholischen Pfarrheim. „Paprika gegen Tomate“ heißt es dann, gekämpft wird mit allen Mitteln, welche die Küchen und der Lebensmittelkorb hergeben, und der „High Noon“ ist nicht die finale Konfrontation der Beteiligten per Schießeisen, sondern der Stift der Jury auf dem Bewertungszettel entscheidet, wer den Wanderpokal, die Goldene Kochmütze, gewonnen hat.

Seit weit mehr als zehn Jahren – gesicherte Aufzeichnungen gibt es nicht – stehen Ministranten in zwei gegnerischen Gruppen am Herd und kreieren aus jeweils gleichen Zutaten ein Drei-Gänge-Menue. Im Warenkorb gibt es Grundprodukte wie Kartoffeln, Mehl, Milch, Salat und Zwiebeln und einige spezielle Zutaten, in diesem Jahr beispielsweise eingemachte Kirschen, Brezen, Leibnitz-Kekse und Minutensteaks.

Welche Zutaten zur Verfügung stehen, erfahren die beiden Teams erst kurz vor Kochstart, ausgelost werden auch die „Tatorte“: Pfarrheim- oder Pfarrhausküche. Dann startet die kreative Phase, in der versucht wird, die tollen Ideen mit den jeweils vorhandenen guten oder eher rudimentären Kochkünsten in Einklang zu bringen.

Nachdem das Serviceteam in Dirndl und Lederhose beeindruckte und auch die Tischdeko bayrisch daher kam, war das Thema leicht zu erraten. Oberministrant Josef Kraus begrüßte die Gäste, die als Jury fungierten. Eingeladen werden im Wechsel Gremien und Gruppen aus der Pfarrei: diesmal neben den Seelsorgern Mitglieder des Pfarrgemeinderats, Mesner und das Miniurlaub-Versorgungsteam.

Team Tomate begann mit „bayerischen Tapas“ als Vorspeise, während die Paprikas Salat mit leckerem Dressing samt gebackener Beilage auffuhren. Die Hauptspeisen ähnelten sich, wohl dem Thema geschuldet: Schweinernes mit Biersoße und Breznknödel von den Tomaten – Schweinernes mit Dunkelbiersoße und „sechterne Knödl“ (angedeutete Fußball-Größe) von den Gegnern.

Amüsant waren auch die witzigen szenischen Ankündigungen der Gänge: durch Köche, die im Laufe des Abends die Kochzutat Bier nicht nur für den Braten verwendeten, oder die kurz vorführten, wie brachial Zutaten in den Topf geworfen, und das Fleisch auf dem Bügeleisen gegart wird.

Dass es in der Küche weit professioneller zuging, bewiesen die leckeren Ergebnisse auf den Tellern. Beim Dessert bereitete zwar ein nicht richtig funktionierender Herd Probleme, diese wurden aber, wie man die Gäste informierte, „mit Einsatz eines Bunsenbrenners“ gelöst.

Das Menü wurde abgeschlossen und abgerundet mit Kaiserschmarrn, Apfelring und Kirschquark vom Paprikateam, die Tomaten servierten Strudel mit Sahnesoße. Die Jury bewertete die Köche der „Tomate“ mit 1.065 Punkten, das gegnerische Team mit 950, so dass erstere bis zum nächsten Duell in Besitz der „Goldenen Kochmütze“ sind.

Nahezu die volle Punktzahl erhielt das Serviceteam, sämtliche Akteure kümmerten sich bestens um die Wünsche der Gäste. Gekämpft wird beim Kochduell zwar mit vollem Einsatz, im Vordergrund steht jedoch der Spaß bei der Aktion – und auch die Jury ging – pappsatt und gut unterhalten – nach Hause.

 

Firmung 2017

Firmung in der Stadtpfarrkiche St. Emmeram

Weihbischof Reinhard Pappenberger als Firmspender

14.10.2017

Stadtpfarrer Hubert Bartel hatte es in seiner Begrüßung im Gottesdienst schon angesprochen – besiegelt wurden mit dem Empfang des Firmsakramentes die Jugendlichen, die sich am Samstag zum Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Emmeram eingefunden hatten. Ihr habt die Zusage: „Auf Jesus Christus könnt ihr euch verlassen“.

Weihbischof Pappenberger zelebrierte die Eucharistiefeier zusammen mit Stadtpfarrer Hubert Bartel, Pfarrvikar Edwin Ozioko, dem Ruhestandsgeistlichen Franz Reich und Pfarrer Manfred Wundlechner von der Pfarreiengemeinschaft Wurz – Püchersreuth – Wildenau. Auch Pastoralreferentin Elisabeth Hammer-Butzkamm, die zusammen mit den Priestern die Vorbereitung der Firmlinge übernommen hatte, begleitete ihre Schützlinge an diesem Tag.

Der Firmspender stieg humorvoll in seine Predigt ein, bedankte sich für die netten Grußworte zu seinem Kommen und meinte: „Ich hatte ja keine andere Wahl“. Als lokalen Bezug verglich er die Geschehnisse um das Sakrament der Firmung mit einer „Tiefenbohrung“. Die Jünger waren beim Pfingstereignis zuerst verstört und verschreckt, aber dann geschah etwas Unglaubliches, wie der Prediger formulierte: Sie gingen in die ganze Welt, standen zu ihrem Glauben und verkündeten ihn.

Pappenberger ging auf die Hintergründe der Firmung ein: die Zeit der Spendung am Morgen oder Vormittag symbolisiere einen Anfang, der Firmspender stehe in der Jünger- und Apostelnachfolge. Die Firmung solle kein „Nachspielen“ von Pfingsten sein, sondern für die jungen Menschen solle jetzt Pfingsten Wirklichkeit werden.

Die jungen Menschen, die das Sakrament empfingen, seien gottseidank keine Schauspieler und nicht perfekt, aber der Auferstandene gebe das Versprechen „Ich bin immer bei euch“. In der heutigen Zeit gebe es vielerorts wieder Christenverfolgung, dies sei bei uns weniger dramatisch, aber trotzdem appellierte er an die jungen Leute: „Geht raus in die Welt und zeigt, zu wem wir gehören; in allem was wir tun, den ganzen Lebensweg hindurch.“

Bei der Spendung des Sakramentes wurde jeder Bewerber persönlich mit Namen angesprochen und durch Handauflegung, Salbung mit Chrisam und Besiegelung mit dem Kreuz zu einem „erwachsenen“ Christen. Die Paten begleiteten die Firmlinge vor den Altar und legten ihnen die Hand auf die Schulter.

Weihbischof Pappenberger sprach mit jedem Jugendlichen auch noch ein paar persönliche Worte. Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst vom Chor „Bella Voce“ unter der Leitung von Chordirektor Helmut Wolf.

Die Firmlinge kamen in diesem Jahr aus der Pfarreiengemeinschaft St. Emmeram und Hl. Geist, zusätzlich zu den Windischeschenbachern, Neuhausern und Bernsteinern wurden auch Jugendliche aus der Pfarreinengemeisnchaft Wurz-Püchersreuth-Wildenau gefirmt, sie zählten mit 21 Personen zur Gesamtzahl von 68 Firmlingen, wobei sich Jungen und Mädchen diesmal das Gleichgewicht hielten.

 

Weihbischof Pappenberger stand nach der Eucharistiefeier noch geduldig für Erinnerungsfotos zur Verfügung. Die Dankandachten wurden in Heilig Geist Neuhaus und St. Quirin gefeiert.

Mariensingen begeistert Zuhörer

Mariensingen begeistert Zuhörer

„Standing Ovations“ in vollbesetzter Kirche

08.10.2017

„Wenn du etwas erleben möchtest, das du noch nie erlebt hast, musst du etwas tun, das du noch nie getan hast!“ Es war das erste Mariensingen in der vollbesetzten St. Nikolauskirche in Bernstein, zu dem die Organisatorin Anita Greger eingeladen hatte. Und so viel sei schon vorab verraten, die Zuhörer waren am Ende begeistert.

Eine schöne und besinnliche Zeit wünschte auch Stadtpfarrer Hubert Bartel, der sich auch einmal eine „Auszeit“ vom Alltag nahm. Nach dem Wunsch von Greger: „Lassen Sie sich berühren, von den Liedern, Texten, Musikstücken und Gebeten“, eröffneten die Jagdhornbläser Windischeschenbach das sehr abwechslungsreiche und stimmige Programm.

Lektor Karlheinz Budnik verlas anfangs die Bibelstelle, in der der Engel Gabriel zu Maria gesandt wurde.Die weiteren Geschichten handelten von Begegnungen, Vertrauen und Liebe. Viele Teilnehmer waren vom „Gebet um Lebensfarben“ angetan, das die Farben des Regenbogens innehatte.

Edeltraud Frank und Christa Böhm vom Josephshofer Hausgsang sangen mit Gitarrenbegleitung Lieder wie, „Oh Maria Mutter mein“, „Oh schöne Morgenröt“, „Glorreiche Königin“ und „Gegrüßt seist du Maria“.

Auch die Männer vom Neuhauser Dreigsang, Heinz Uhl, Stefan Schricker und Josef Rettinger, stimmten die Zuhörer mit Liedern wie, „Auf, auf, Maria zu loben“, „Sancta Maria“, „Mutter Gottes, Himmelspforte“ und „Irische Segenswünsche“  auf die Gottesmutter Maria ein.

Mit den Parforcehörnern der Windischeschenbacher Jagdhornbläser ertönten die Musikstücke, „Abendgruß“, „Adagio“, „Gebet der Jäger“, „Choral“ und „Auf Wiedersehn (in B)“. Auch die vier Damen mit ihren Veeh-Harfen, geleitet von Anni Hösl, trugen zu einer sehr beruhigenden Atmosphäre bei. „Auf allen deinen Lebenswegen“, „Oh Gnadenvolle“ und „Mutter der Barmherzigkeit“ klangen durch die Kirche.

Für die großzügige Spendenbereitschaft der Besucher bedankte sich Pfarrer Edwin Ozioko von Herzen, der das Geld für sein Schülerprojekt in seiner Heimatpfarrei überreicht bekam. Stolze 600 Euro konnte Anita Greger überreichen.

Nach dem Schlusssegen sangen alle zusammen, begleitet von den Veeh-Harfen und Gitarre, das Lied: „Schwarze Madonna“. Reichlich Applaus und Dank galt den Musiker, Sängern und Lektoren für die kurzweiligen eineinhalb Stunden. Kurze Zitate, Sprüche und Gute Wünsche erhielten alle als kleines Dankeschön für den Nachhauseweg.

Familiengottesdienst zum Erntedank

Zukünftige Kommunionkinder danken für die Ernte

Familiengottesdienst in Hl. Geist mit großer Resonanz

01.10.17

D A N K – In großen Lettern prangte das Wort an einem Baum mitten im reich geschmückten Erntealtar in der Hl. Geist Kirche.

Während des sehr gut besuchten Familiengottesdienstes am Erntedank-Sonntag befestigten die zukünftigen Kommunionkinder diese Buchstaben während sie ihren Dank für eigentlich ganz „alltägliche“ Dinge zum Ausdruck brachten.

 

Erarbeitet hatte die Gottesdienstgestaltung einmal mehr das Neuhauser Familiengottesdienst-Team. Auch die Eltern der Neu-Kommunionkinder brachten sich mit dem Verlesen der Fürbitten in die von Pfarrer Ozioko gestaltete Messe mit ein.

 

Die Singgruppe „CantArt“ sorgte für den passenden musikalischen Rahmen, während sich die Pfadfinder bereits am Vortag um den Aufbau des eindrucksvoll gestalten Erntedankaltars kümmerten.

 

 

 

Ein-Artikel-mehr-Aktion für die Weidener Tafel

Pfarreiengemeinschaft unterstützt Tafel e.V.

Sachspenden-Aktion im Edeka-Markt

23.09.2017

Was im letzten Jahr schon erfolgreich unter dem damaligen Jahresthema Werke der Barmherzigkeit“ durchgeführt wurde, stieß auch in diesem Jahr wieder auf offene Ohren und Herzen. Aufgrund der guten Resonanz 2016 hatte der Pfarrgemeinderat beschlossen, diese Aktion auch künftig beizubehalten.

Deshalb stand man am Samstag wieder am Eingang des Edeka-Marktes Härtl. „Ein Artikel mehr“ war die Bitte der Pfarrgemeinderäte, die von Ministranten, Firmlingen und weiteren Helfern unterstützt wurden. Im Schichtbetrieb informierten die Einsatzkräfte über geeignete Artikel und nahmen die Sachspenden am Ende des Einkaufes entgegen.

 

Während die Einrichtung frische Lebensmittel regelmäßig von verschiedenen festen Partnern erhält, soll ein gewisser Vorrat an haltbaren Produkten sicherstellen, dass niemand mit leerer Tasche gehen muss, wenn die Frischware am Ausgabetag aufgebraucht ist.

Als Beispiele für haltbare Lebensmittel wurden Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, Konserven, Pflegeartikel, Öl, Marmelade, Schulsachen oder Tee vorgeschlagen.

Was für den Einzelnen ein Artikel mehr beim Wochenende-Einkauf ist, beim Bezahlen an der Kasse ein vergleichsweise geringer finanzieller Mehraufwand, kann in der Summe vielen Menschen helfen, deren Lage nicht allzu rosig ist – die froh sind, sich um die nächste Mahlzeit nicht sorgen zu müssen.

Die Kunden legten teils nicht nur ein einziges Produkt in den Einkaufswagen, viele Käufer spendeten gleich mehrere Artikel. Viele hatten auch kreative Alternativ-Ideen wie Zahnpasta oder Shampoo zu den wenigen im Flyer genannten Lebensmitteln.

 

Zum Feierabend und Ladenschluss schließlich waren vier Gitterpaletten mit haltbaren Lebensmitteln und Produkten bepackt, was in etwa wieder dem Ergebnis des letzten Jahres entsprechen dürfte.

Josef Gebhardt, Vorsitzender der Tafel e.V., bedankte sich bei Abholung der Waren herzlich bei Spendern und Helfern und lud den Pfarrgemeinderat und alle Interessierten ein, die neuen Räumlichkeiten der Weidener Tafel in der Fichte-Straße zu besichtigen.

91. Wallfahrt nach Altötting

91. Wallfahrt nach Altötting

Pilger treffen auf Minister Herrmann

16.09.2017

Alljährlich, am dritten Samstag im September, findet die Pfarrwallfahrt  der Pfarrei Windischeschenbach nach Altötting statt. In sechs Bussen machten sich in den frühen Morgenstunden des Samstages über 250 Pilger auf den Weg.

Singend und betend fuhren sie dem Wallfahrtsort entgegen. Zu einer kurzen Kaffee- und Küchlpause trafen sich alle auf dem Rastplatz Wörth an der Donau. Es war ein Tag der Begegnungen. Mehr als eine Baustelle zwang die Busfahrer, Umleitungen einzuschlagen.

 

In der Basilika St. Anna feierten 30 Ministranten den Festgottesdienst mit drei weiteren Pilgergruppen und einer Andacht am Nachmittag. Chordirektor Helmut Wolf mit seinen Sängerinnen und Sängern trug zu einem unvergesslichen Kirchenbesuch bei. Sopranistin Monika Burkhard begeisterte unter anderem mit dem Marienlied „Oh Jungfrau Mutter Gottes mein“.

 

 

Für alle, die nach der Messe nicht gleich im Wirtshaus einkehrten, bot der Kapellenplatz ein ganz besonderes Highlight. Der Bayerische Staatsminister für Bau und Verkehr, Joachim Herrmann, eröffnete, umrahmt von vielen Feuerwehrleuten, die diesjährige Feuerwehraktionswoche des Landesverbandes. Bischof Emeritus Wilhelm Schraml segnete dazu die Feuerwehrleute und Fahnenbänder. Er dankte für die Einsätze am Nächsten, eben „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.

Mit Sonnenschein traten die Wallfahrer ihre Heimreise an. Ein „Vergelt´s Gott den Busbegleitern Pfarrer Hubert Bartel, Pastoralreferentin Elisabeth Hammer-Butzkamm, Hannes Rupprecht, Chordirektor Helmut Wolf, Holger Popp, Maria Weiß, Christina Schedl und Anita Greger.

Sr. Rosalinda feiert Ordensjubiläum

Sr. Rosalinda feiert Ordens-Jubiläum

Goldene Profess in Passau

06.08.2017

Ihr auffälligstes Kennzeichen ist natürlich das Ordenskleid, aber ebenso untrennbar ist ihre Gitarre mit ihr verbunden. Wenn man also eine Ordensfrau sieht, die einen Gitarrenkoffer in der Hand trägt, kann man mit ziemlicher Sicherzeit davon ausgehen, dass man Schwester Rosalinda Dürr vor sich hat. Im Mutterhaus der Deutschordensschwestern in Passau konnte die seit langer Zeit in Windischeschenbach wirkende Ordensfrau ihr 50jähriges Profess-Jubiläum feiern.

Sie wurde am 19. Mai 1946 als Älteste von drei Schwestern im niederbayrischen Unterdietfurt geboren. In jungen Jahren gab es bei ihr schon einmal den Gedanken, ins Kloster zu gehen. Wobei, wie sie rückschauend meint, bei einem damaligen Krankenhausaufenthalt wohl eher die ruhige autoritäre Ausstrahlung einer Ordens-Krankenschwester sie mächtig beeindruckt und zu dieser Schwärmerei geführt hatte.

Dies war im Alter von ca. 12 Jahren, als sie mit einem lebensbedrohlichen Blinddarmdurchbruch in der Klinik lag. Die Jahre danach lebte Sr. Rosalinda – damals noch Theresia – wie andere Jugendliche auch, ging tanzen, ergriff den Beruf der Kindergärtnerin. Kloster war in dieser Zeit keine Option.

Bis zum Alter von 19 Jahren, als der Gedanke sich wieder meldete und Theresia die Berufung wahrnahm. Im Februar 1966 trat sie ins Kloster St. Nikola ein, wo man ein Postulat von 6 Monaten durchläuft. In dieser Zeit erfolgt die Einführung ins Klosterleben und die Postulantin trägt den schwarzen „kleinen Schleier“, danach erhält sie bei der Novizinnen-Einkleidung das Schwestern-Habit mit dem weißen Noviziats-Schleier überreicht.

Nach einem Jahr Noviziat folgt die Erste Profess, bei der die Frauen das zeitliche Gelübde für vorerst ein Jahr ablegen. Zu diesem Zeitpunkt erhalten die Schwestern den Ordensschleier und auch ihren neuen Namen; aus Theresia wurde Rosalinda – ein Name, der ihr so gut gefiel, dass rosa und lindgrün zu ihren Lieblingsfarben zählen.

Nach 5 Jahren wird die „ewige Profess“ abgelegt und zum Ordenskleid kommt das Ordenskreuz dazu. Parallel zum Weg als Ordensschwester gibt es auch die berufliche Laufbahn. Sr. Rosalinda war zwei Jahre in Frankfurt als Erzieherin im Kindergarten tätig und arbeitete zwei Jahre als Leitung im Caritas-Kindergarten in Passau.

Sie holte die Mittlere Reife nach, besuchte ein Jahr lang das Werklehrer-Seminar in München, machte berufsbegleitend eine Zusatzausbildung in Rhythmik. Zwei Jahre war sie für angehende Kindergärtnerinnen als Präfektin im Kloster tätig. Als die Ordensleitung sie nach Windischeschenbach schickte, war sie alles andere als begeistert und hatte eigentlich im Sinn, dem Einsatzort bei nächster Gelegenheit wieder den Rücken zu kehren.

Aus diesem „Zwischenstopp“ wurden dann doch 40 Jahre, in denen sie Fuß fasste und nahezu eine „Einheimische“ wurde; sie war bis 2014 Leiterin des Kindergartens St. Elisabeth und der SVE; aktuell ist sie pastorale Mitarbeiterin im Haus St. Elisabeth – konkret kümmert sie sich dabei um religiöse und spirituelle Angebote für die Gruppen.

Seit etlichen Jahren ist sie als Ehrenamtliche im Mesner-Team der Pfarrei, singt im Kirchen- und Beerdigungschor und springt immer dann ein, wenn ein Freiwilliger gebraucht wird. Neben der Musik, der Gitarre und dem Gesang ist sie eine begeisterte Taize-Anhängerin. Der jährliche Aufenthalt dort bedeutet ihr Erholung für Leib und Seele.

Im Mutterhaus der Deutschordensschwestern, dem Kloster Nikola in Passau, wurden die Profess-Jubiläen mit einem Gottesdienst und einer weltlichen Feier begangen. Sr. Rosalinda konnte ihre Goldenen Profess feiern – etliche andere Ordensfrauen gehören noch länger zu der Gemeinschaft.

Die Jubilarinnen waren an diesem Tag mit Kröchen geschmückt, golden oder silbern – je nach Zugehörigkeit. Die Heilige Messe in der Universitätskirche auf dem Klostergelände, die nach der Renovierung in neuem Glanz erstrahlt, wurde zelebriert von Dr. Bruno Platter, dem Hochmeister des Deutschen Ordens, und etlichen Konzelebranten, darunter auch Stadtpfarrer Hubert Bartel aus der Pfarreiengemeinschaft St. Emmeram – Heilig Geist.

Die sieben Jubilarinnen zogen vom Mutterhaus ins angrenzende Gotteshaus, begleitet von den Geistlichen, den Mitschwestern und den Familiaren. Letztere sind Laienmitglieder der Ordensgemeinschaft, die außerhalb des Klosters ihr weltliches Leben führen und den Orden und seine Ziele im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. Bei feierlichen Anlässen treten sie in weiten schwarzen Umhängen auf, welche das Kreuz des Deutschen Ordens tragen.

 

 

Am Nachmittag endeten die Feierlichkeiten mit einer Vesper, der nochmals der Hochmeister vorstand; Unterstützung bei der musikalischen Gestaltung erhielt Sr. Roslinda hier von der Leiterin des Hauses St. Elisabeth in Windischeschenbach, Frau Hannelore Haberzett, und der Singgruppe Adiuva Sana, welche die Schwester leitet.