Monat: Dezember 2018

Vorlesenachmittag in der Pfarrbücherei

Vorlese-Nachmittag in der Pfarrbücherei

zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit

12.12.2018

„Schneeflöckchen, Weißröckchen…“ – Schon beim Betreten des Pfarrheims klangen Besuchern helle Kinderstimmen fröhlich entgegen. Beim Vorlesenachmittag vergangen Mittwoch in der Neuhauser Pfarrbücherei stimmten sich zahlreiche Mädchen und Jungen sowie deren Eltern und Großeltern auf die bevorstehende Weihnachtszeit ein.

Vortrag zur neuen Bibelübersetzung mit Beate Eichinger

Die Bibel – jetzt wörtlicher, sensibler, frauengerechter

Vortrag über die neue Einheitsübersetzung

28.11.2018

Vor knapp vierzig Jahren wurde die Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift veröffentlicht. Nun gibt es eine neue Fassung der Bibelübersetzung, die ab dem neuen Kirchenjahr, also dem 1. Advent, die verbindliche katholische Fassung für den gesamten deutschsprachigen Raum ist.

Der Pfarrgemeinderat St. Emmeram und Heilig Geist Windischeschenbach hatte Diplom-Theologin Beate Eichinger M.A. eingeladen, um Informationen zum Thema zu geben und Fragen zu beantworten.

Was hat sich verändert und was sind die Gründe dafür? Ist die neue Übersetzung verständlicher, lesbarer, anders? In der Ankündigung zum Abend wurden schon einige Schlagworte angedeutet: „Die neue Bibelübersetzung – wörtlicher, sensibler frauengerechter.“

Die Referentin informierte, dass man versucht habe, die ursprüngliche Sprachwirkung zu transportieren, Ausdrucksweise und Sprachbilder des Grundtextes wiederzugeben, und sich am neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung zu orientieren. Die meisten Veränderungen gebe es bei den Psalmen. „Einheitsübersetzung“ sei hier nicht ökumenisch gemeint, sondern sei in der Bedeutung „für alle Situationen“ zu verstehen.

Die an der Übersetzung beteiligten FachexegetInnen finden sich im Anhang der Bibel. Eichinger stellte die augenfälligste Veränderung vor: aus „Jahwe“ wird „Herr“ – aus Ehrfurcht vor dem Gottesnamen; aus diesem Grund wird im Judentum der Name Gottes nicht ausgesprochen.

Geschlechterbewusster und frauengerechter ist die Version, indem „Brüder und Schwestern“ oder „Söhne und Töchter“ angesprochen und nicht automatisch maskuline Termini verwendet werden; auch klischeehafte Frauenbilder werden abgemildert.

Anhand von Beispielen wurden Unterschiede in den Übersetzungen den Zuhörern veranschaulicht. „Es geschah aber …“ wird in der aktuellen Version als Einleitung verwendet, was den Text biblischer wirken lässt. Oder anstelle des alten „Dein Glaube hat dir geholfen“ heißt es jetzt „Dein Glaube hat dich gerettet“.

Interessant auch das Beispiel der Apostelin „Junia“. Nach dem Verständnis der damaligen Zeit wurde in den Übersetzung daraus der männliche Name „Junias“, derartige Fakten wurden der neuen Einheitsübersetzung korrigiert.

 

Die Zuhörer tauschten sich nach dem Vortrag über ihre Eindrücke aus, Bedauert wurde die Tatsache, dass im aktuellen Gotteslob noch alte Formulierungen stehen, die durch die neue gültige Einheitsübersetzung überholt sind.

Pfarrgemeinderatssprecher Simon Mauerer bedankte sich bei Beate Eichinger mit dem Windischeschenbacher Backbuch für den interessanten und verständlichen Vortrag.

Nacht der Lichter im Regensburger Dom

Lieder und ein Lichtermeer

Rund 60 Teilnehmer nehmen an der Nacht der Lichter teil

23.11.2018

Der Bus zur Nacht der Lichter war voll besetzt. Die Pfarreiengemeinschaft fuhr mit fast 60 Teilnehmern aus Windischeschenbach, Neuhaus und Bernstein zur Nacht der Lichter in den Dom nach Regensburg.

Der BDKJ und die Evangelische Jugend Regensburg veranstalten jedes Jahr eine „Nacht der Lichter“ im Dom zu Regensburg. In Anlehnung an die Gebete in Taizé, wird die Nacht mit Liedern aus Taizé gestaltet. Solche Lieder bestehen aus einem einfachen Text, meist nur eine Textzeile. Diese wird immer wieder gesungen – leicht zu merken und leicht zum Mitmachen. Die Wiederholung hat einen meditativen Charakter, man kommt zur Ruhe und besinnt sich auf das Wesentliche – das Gebet mit Gott.

Taizé ist ein Pilgerort vor allem für Jugendliche aus der ganzen Welt. Es ist ein Ort in Frankreich, in rund 12 Stunden mit dem Bus aus unserer Region zu erreichen. Dort leben 150 Ordens-Brüder, die den Ort beleben. Sie versorgen sich selbst mit beispielsweise Töpferarbeiten. Vor allen in den Sommermonaten sind Tausende Jugendliche im Ort. Diese verbringen meist 1 Woche oder auch länger in Taizé.

Der Tagesablauf ist vorgegeben: Neben dem Austausch über eine bestimmte Bibelstelle, wird den Rest des Tages gearbeitet, z.B. Gartenarbeit, Toiletten putzen oder Kochen. Zum Essen gibt es Einfaches wie Eintopf. „Hungern musste aber keiner!“, berichtete Simon Schedl im Bus der Pfarreiengemeinschaft. Simon Schedl und Michael Nastvogel waren bereits einige Male in Taizé und erzählten von ihren Erlebnissen. „Es ist einfach unbeschreiblich – so viele Jugendliche unterschiedlicher Nationen, die zusammensitzen!“, erzählt Nastvogel. Dreimal am Tag gibt es eine Andacht, zu der jeder eingeladen ist. Man sitzt, wie es auch im Dom in Regensburg angeboten wurde, am Boden.

Der Jahreszeit entsprechend, schlug die Gruppe aus der Pfarreiengemeinschaft mit Isomatte, Schlafsack und Decke am Boden ihr Lager im Dom zu Regensburg auf. Die meditative Stimmung lud ein zum Mitsingen, Lauschen und Nachdenken. Der Altarbereich war mit Lichtern und Tüchern gestaltet, grelle Scheinwerfer gab es nicht. Jeder Gast erhielt ein Licht, was für die einzigartige Atmosphäre im Dom sorgte.

„Es war die perfekte Einstimmung auf die besinnliche Zeit!“, meinte einer der Busgruppe aus der Pfarreiengemeinschaft. „Man vergisst vor lauter Plätzchen backen und Weihnachtsmärkten ganz den eigentlichen Sinn der Vor-Weihnachtszeit. Das hat mir sehr gutgetan!“, stimmte eine weitere Mitfahrerin zu.

Die Kirchenverwaltung unterstützte die Fahrt finanziell, weshalb sie für jeden erschwinglich war. Die Organisatorinnen Ramona Schricker und Pastoralreferentin Elisabeth Hammer-Butzkamm freuten sich, dass vor allem viele Firmlinge in diesem Jahr dabei waren. Von der einzigartigen Atmosphäre im Dom angesteckt, wollen von den Teenagern einige im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein.