Maria-Hilf-Kirche Gleißental

Die Maria-Hilf-Kirche in Gleißenthal

IMG_0251
Johann Georg Mathes, ein Bauernsohn aus Gleißenthal, wanderte nach Wien aus und kam dort als Schneidermeister zu Wohlstand. Aufgrund eines Gelübdes ließ er 1747 in seinem Geburtsort eine Kapelle erbauen. Diese kleine Kapelle bot nur für ca. 20 Personen Platz und wurde dann 1770 zur heutigen Größe erweitert.


IMG_0229
Das Maria-Hilf-Bild am Hochaltar brachte Mathes als Kopie von der Gnadenkirche auf der Donau-Insel Schütt bei Wien (heute Slowakei) mit in sein Heimatdorf.
IMG_0775a

Die Altarbilder über den beiden Seitenaltären sind in Rokoko-Manier auf die Wand aufgemalt.

Ebenso gemalt sind die Darstellungen von vier Heiligen: die Hl. Notburga, die Hl. Thekla, Judas Thaddäus und der Hl. Ivo.

 IMG_0240

An der rückwärtigen Wand der Kirche ist eine Anzahl von gut erhaltenen Votivtafeln zu sehen.

 

 

 

 

 

IMG_0234

Auf einer der Tafeln lassen der Hinweis „ex voto“ – lat. „wegen eines Gelübdes“ – sowie die Initialen im Medaillon „J-M-G“ vermuten, dass es sich hier um den Stifter Johann Georg Mathes selbst handeln könnte.

 

 

 

 

Eine weitere Votivtafel gibt einen Hinweis auf den Stifter des Kreuzweges in der Maria-Hilf-Kirche.

Wer sich Zeit für einen Rundgang durch die kleine Kirche nimmt, kann noch viele weitere interessante Entdeckungen machen:

IMG_0245a

 

IMG_0238

 

Die ursprünglichen Inschriften der Deckengemälde in Freskomalerei wurden im Zuge einer Renovierung im Jahre 1892 durch passende liturgische Texte ersetzt.

 

 

 

 

Weitere Renovierungen erfolgten in den Jahren 1964 und 1992 sowie zuletzt im Jahre 2013. Übrigens ist die Kirche Eigentum der Stadt Windischeschenbach und nicht der katholischen Kirchenstiftung.

 

 

Quellen:Georg Hauser „Heimatbuch der Stadt Windischeschenbach“; Pfarrarchiv    Bilder: Pfarreiengemeinschaft St. Emmeram – Heilig Geist