Bericht von der Pfarrversammlung 2024

Umstrukturierungen kommen

Informationen auf der Pfarrversammlung geben Ausblick

18.03.2024

Zur Pfarrversammlung luden der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltungen ein. Vor Ort gab es sowohl Informationen über das letzte Jahr, aber auch Blicke in Zukunft.

Der Pfarrgemeinderatssprecher Paul Schulze und die Stellvertreterin Brigitte Kreinhöfner berichteten über die Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Highlights waren unter anderem der gemeinsame Gottesdienst an Christi Himmelfahrt auf dem Firmengelände Volante an der ehemaligen Panzersperre, die Fahrzeugweihe in Dietersdorf, die Hochfeste und Patrozinien in den jeweiligen Pfarrkirchen, das Frauenbundjubiläum und Familiengottesdienste.

Nicht nur liturgisch waren viele Gottesdienste gestaltet, auch rund ums „Feste feiern“ war etwas geboten: die Pfarrfeste in Neuhaus und Windischeschenbach, Seniorennachmittage, ein Ehejubiläum und das Johannisfeuer.

Eine tolle Aktion war die „Brillensammel-Aktion“. Die Pfarrei stellte Sammelboxen an zentralen Orten bereit. Alte Brillen konnten dort abgegeben werden. Diese werden am 21.04.24 im Gottesdienst an Diakon Schwarzer übergeben. (Genauere Informationen folgen).

Für die Kirchenverwaltung Bernstein sprach kommissarisch beauftragt Kirchenpfleger von Windischeschenbach Bertwin Fleck. Für Bernstein sind die Planungen für die neue Friedhofsmauer abgeschlossen, man wartet auf Zuschüsse. Für das neue Dach an der Kirche in Püllersreuth mussten insgesamt 200.000 Euro (mit Zuschuss der Diözese) investiert werden. Die Renovierungen dauern noch an.

Für St. Emmeram berichtete Fleck, dass eine Baukostenschätzung für Renovierungsarbeiten für die Pfarrkirche in Auftrag gegeben wurde. Susanne Stock wurde als Mesnerin eingestellt. Im Pfarrheim wurde aufgrund von Energiesparmaßnahmen nur noch der ehemalige Turnraum des Kindergartens beheizt. Somit können Kosten eingespart werden. Die Miete für den Pfarrsaal musste angehoben werden.

Auf dem Friedhof wurde das Urnenfeld erweitert. Auch die Friedhofsgebühren wurden angepasst. Die Kinderoase erfreut sich regem Zulauf. Der Kindergarten feiert in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen im Juni. Die Renovierungsarbeiten der Kriegerkapelle stehen auf dem Plan, sobald die Arbeiten an der Pfarrkirche St. Emmeram durchgeführt wurden. Insgesamt wird „Energie und Energiekosten“ weiterhin Thema sein.

Ferdinand Schönberger berichtete für die Kirchenverwaltung Neuhaus. Auch hier wird „Energie/Energie einsparen“ weiterhin im Fokus stehen. So wird das nun in die Jahre gekommene Heizsystem überdacht werden müssen. Einzelne Strahler, die viel Energie kosten, werden durch Energiesparlampen ausgetauscht. Weiter wird es Ausbesserungsarbeiten am Boden und am Kirchvorplatz geben. Für das Gotteshaus in Dietersdorf wird ein neuer Außenanstrich nötig, um das Gebäude zu schützen.

Pfarrer Hubert Bartel stellte in seinem Rückblick die Zahlen der Kirchenaustritte vor. 2022 gab es in der Pfarreiengemeinschaft insgesamt 88. Im Jahr 2023 traten 44 Christen aus der Pfarreiengemeinschaft aus. Die Zahl der Katholiken schrumpft. Die Zahl der Beerdigungen hält sich stabil (2022 – 56 Beerdigungsfeiern, 2023 – 57 Beerdigungen).

Die Zahlen erschrecken, auch dahingehend, dass es immer weniger Geistliche gibt. „Wir müssen schauen, was können wir aufrechterhalten und was macht Sinn?“ – meint Pfarrer Hubert Bartel. In der Pfarreiengemeinschaft werden Angebote überdacht werden müssen. „Manche Dinge muss man beenden oder eben ändern!“, so Bartel. Die Planungen in der Diözese laufen aufgrund des Personalmangels.

Es ist vorgesehen, dass es in den kommenden Jahren eine Pfarreiengemeinschaft mit Windischeschenbach, Neuhaus, Wurz und Püch ersreuth geben wird. Die Diözese sieht pro Gemeinschaft zwei Priester und eine/n Gemeindereferent/in vor. Vorschläge über eine mögliche Gottesdienstordnung „für den Tag X“ werden in Zusammenarbeit mit Pfarrer Nowotny (Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Püllersreuth-Wurz), den Kirchenverwaltungen und den Pfarrgemeinderäten besprochen.

Pfarrer Hubert Bartel sind die Erhaltung der wichtigen Festgottesdienste und der Patrozinien wichtig: „Diese sind direkte Bindung zur Kirche“. Auch die Pfarrhäuser werden in den vier Pfarreien nicht auf Dauer so bestehen bleiben. Bartel erwähnte auch, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass Kirchen profaniert werden. „Ziel ist es in der kommenden Zeit, die bestmögliche Lösung zu finden!“, so Bartel.

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